Königin der Autostrada

Als die Giulia 1962 auf den Markt kam, war sie definitiv etwas vom Besten, was man für ein noch vernünftiges Geld kaufen konnte. Zum Ti Super mit seinen 112 PS schrieb «auto, motor und sport», schon damals nicht berühmt für seine Liebe zu un-deutschen Produkten: «Überlegenheit, die man nur mit Massen ausnutzen darf, wenn man nicht die übrigen Verkehrsteilnehmer ängstigen will.» 112 PS hatte und 190 km/h ging das Ding. Doch der Ti Super war etwas Besonderes, nur 501 Stück wurden gebaut. 1965 kam dann die «normale» Giulia Super, 98 PS und immer noch 175 km/h schnell, das war flott genug. Und reichte der italienischen Polizei locker, damit war sie sicher schneller als all die kleinen Fiat, die damals noch über die italienischen Autobahnen rollten. Die Carabinieri erhielten aber noch ein paar Pferdchen mehr, 110 sollen es gewesen sein, damit war man dann wieder auf dem Niveau des Ti Super. Wir hätten ja noch so gern so einen Alfa - und würden versprechen, dass wir keinen Unfug anstellen mit Blaulicht und so, ehrlich...

 

Photos: ©RM Sotheby's