QUAL DER WAHL

1925 hatte Alfa Romeo in Mailand das neue Modell 6C 1500 vorgestellt. Dieser Reihen-Sechszylinder sollte eine lange Karriere haben, er wurde bis 1953 in verschiedensten Varianten produziert, zuletzt als 6C 2500, der in der stärksten Strassen-Version 145 PS stark war. Diese Maschine war nicht nur kräftig, sie war auch optisch wunderschön. Vor allem aber produzierte der Reihen-Sechser die vielleicht schönste Musik, die je von einem Automobil erzeugt wurde - er gilt deshalb als die Stradivari unter den Alfa Romeo.

 

Wie viele des ab 1939 hergestellten 6C 2500 genau gebaut wurden, das weiss niemand mehr; die Wirren des 2. Weltkrieges trafen auch Alfa Romeo. Man darf aber davon ausgehen, dass bisher nur selten gleich drei 6C 2500 auf der gleichen Auktion unter den Hammer kamen - dieses kleine Wunder gelang der Oldtimergalerie Toffen bei der Versteigerung am 29.12. in Gstaad. Zur Wahl standen ein 6C 2500 Turismo 5 posti von 1940 (Schätzpreis 185’000 bis 225’000 Franken), ein 6C 2500 Super Sport Cabriolet mit Pininfarina-Karosserie aus dem Jahr 1948 (Schätzpreis 495’000 bis 595’000 Franken) und eine 6C 2500 Sport Berlina von 1953 (250’000 bis 275’000 Franken) - da hat man, das enstprechende Spaziergeld vorausgesetzt, wahrlich die Qual der Wahl.